UA-93159590-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

angstfrei führen

    

 

 

 

news:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seminar Zieldefinition mit Pina Heidrich in Aachen

Mehr Info

 

www.pina.heidrich.de

Hier finden sie weitere Informationen und Angebote!

Mehr Info

pina heidrich

heilpraktikerin psychotherapie

 herzlich willkommen!

ängste haben nichts mit mangelnder stärke, intelligenz oder willenskraft zu tun!   

wie ängste entstehen                                                        

 

Ängste haben nichts mit mangelnder Stärke, Intelligenz oder Willenskraft zu tun!   

Man schätzt, dass über 8 Millionen Deutsche unter Ängsten, Panikattacken und den hiermit verbundenen  Folgen leiden – die Tendenz ist steigend.

Angst vor Prüfungen, Vorträgen oder allgemein dem Reden vor Menschen, Flugangst, Angst vor Menschenansammlungen, Auto zu fahren, aber auch Höhen- und Brückenangst  sind typische Beispiele. Viele Betroffene entwickeln mit der Zeit zusätzlich ein latentes Gefühl der Angst vor der Angst. Ein schleichender Prozess, der die Lebensqualität und Handlungsfähigkeit zunehmend einschränken kann.

Angst ist per se erst einmal nichts Negatives.

Gäbe es keine Angst wäre die Menschheit schon längst ausgestorben. Sie ist erst einmal ein ganz natürliches Warnsignal, dass uns vor Gefahren schützen soll. Problematisch wird sie erst, wenn die Intensität unsere Handlungsfähigkeit und Lebensqualität einschränkt und dem jeweiligen Kontext nicht mehr angemessen erscheint.

Alle höheren Lebewesen stattet die Natur mit natürlichen Instinkten aus und mit einem ziemlich ähnlichen, automatisch ablaufenden Anti-Stress-Programm. Es dient vor allem einem Ziel: Erhaltung der eigenen Unversehrtheit. Dazu kommen in Gefahrensituationen als Strategien entweder Kampf oder Flucht in Frage. Gegen einen unterlegenen oder etwa gleichstarken Gegner wird sich ein Lebewesen im Allgemeinen für den Kampf entscheiden, einem überlegenen Gegner versucht es normalerweise, zu entkommen. Dieses Anti-Stress-Programm wird von unserem Emotional Hirn gesteuert, dass sich seit der Steinzeit nicht verändert hat. Sowie unserem System Gefahr signalisiert wird, werden Kaskaden von Botenstoffen und Hormonen ausgeschüttet, die uns in einen Flucht/Kampf-Modus versetzen = Blut aus inneren Organen und Hirn abpumpen und rein damit in die Muskeln. Denn die Muskeln brauchen wir um flüchten oder kämpfen zu können. Dieser Teil des Gehirns kann auch keinen Unterschied machen, ob es sich nur um einen Vortrag handelt, oder ob der Säbelzahntiger vor der Höhle steht. Wenig Blut im Gehirn ist wenig sinnvoll, wenn man gerade einen Vortrag halten möchte...

Aus diesem – für den Steinzeitjäger durchaus geeigneten – Reaktionsprogramm erklären sich viele Ängste.

In einer Auslösesituation, die wir vielleicht nicht mal bewusst wahrgenommen haben, bekommt unser System durch ein mehr oder weniger starkes Erschrecken die Information, dass ähnlich geartete Situationen künftig eine Gefahr darstellen. Beispielsweise kann nach einem erlebten Unfall der Anblick von Bremslichtern jedes mal eine Panikattacke auslösen, obwohl das Bremslicht an sich ja keine Bedrohung darstellt.

Aber die Verknüpfung XY (z.B. Bremslicht) = Lebensgefahr ist in unserem System gesetzt und leider auch nicht durch kognitives Gegensteuern zu beheben. Der Säbelzahntiger steht vor der Höhle! Und alle gut gemeinten Ratschläge ( à la "Ist doch nur ein Vortrag, stell Dir die Leute einfach nackt vor") sind in der Regel nutzlos.

Prüfungs-, Flug-, Vortrags-, Autobahnängste etc. entstehen häufig noch subtiler und schleichender. Wie schon erwähnt, muss es dafür gar keine dramatische Auslösesituation gegeben haben. Vielleicht hat mal Jemand schräg geguckt, als wir einen Vortrag gehalten haben oder ein längst vergessenes Ruckeln im Flugzeug hat zu dieser Verknüpfung geführt.

Die gute Nachricht: Diese Verknüpfungen können auch wieder "entkoppelt" werden, so dass man bspw. vor einer Prüfung weiterhin den nötigen Respekt hat, jedoch nicht der Botenstoffkaskade ausgesetzt ist, die in die Handlungsunfähigkeit führt.

Und daher noch einmal - man kann es nicht oft genug betonen: Ängste haben nichts mit mangelnder Stärke, Intelligenz oder Willenskraft zu tun!

 

(Diese Darstellung bezieht sich ausdrücklich nicht auf Ängste, die aufgrund von psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen auftreten. Eine Kurzzeitintervention kann in solchen Fällen keine psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung ersetzen.)

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?